Nachtrag zur „Konkurrenz der Kapitalisten“ und Vorblick auf die „Lohnarbeit“
Zum ‚notwendig falschen Bewusstsein‘ der ‚Charaktermasken‘ der kapitalistischen Produktionsweise

Marx attestiert den Machern und Mitmachern der kapitalistischen Konkurrenz ein notwendig falsches Bewusstsein. Nicht von irgendetwas oder von allem Möglichen – dafür wäre eine Notwendigkeit auch schwerlich zu ermitteln –, sondern von den Notwendigkeiten, die allgemein und unausweichlich das materielle Dasein in dieser Welt bestimmen: Geld zu verdienen und damit einen Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine verkehrte Wahrnehmung also von dem universellen Sachzwang schlechthin, den jeder kennt, mit dem jeder rechnen und praktisch klarkommen muss.

Worum es in unserer Gesellschaft geht, das ist im Grunde klar: Jeder kapriziert sich auf seine Einkommensquelle, kämpft um deren Ertrag mit dem Druckmittel der Abhängigkeit der Gegenseite. So weit, so gut oder auch schlecht. Aber was ist daran verkehrt? Wo ist hier falsches Bewusstsein am Werk? Und das auch noch notwendig – mit was für einer Notwendigkeit denn?

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Nachtrag zur „Konkurrenz der Kapitalisten“ und Vorblick auf die „Lohnarbeit“ 
Zum ‚notwendig falschen Bewusstsein‘ der ‚Charaktermasken‘ der kapitalistischen Produktionsweise 

„Es erscheint also in der Konkurrenz alles verkehrt. Die fertige Gestalt der ökonomischen Verhältnisse, wie sie sich auf der Oberfläche zeigt, in ihrer realen Existenz, und daher auch in den Vorstellungen, worin die Träger und Agenten dieser Verhältnisse sich über dieselben klarzuwerden suchen, sind sehr verschieden von, und in der Tat verkehrt, gegensätzlich zu ihrer innern, wesentlichen, aber verhüllten Kerngestalt und dem ihr entsprechenden Begriff.“ (Karl Marx, Das Kapital Bd. 3, MEW 25, S. 219)

Marx attestiert den Machern und Mitmachern der kapitalistischen Konkurrenz ein notwendig falsches Bewusstsein. Nicht von irgendetwas oder von allem Möglichen – dafür wäre eine Notwendigkeit auch schwerlich zu ermitteln –, sondern von den Notwendigkeiten, die allgemein und unausweichlich das materielle Dasein in dieser Welt bestimmen: Geld zu verdienen und damit einen Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine verkehrte Wahrnehmung also von dem universellen Sachzwang schlechthin, den jeder kennt, mit dem jeder rechnen und praktisch klarkommen muss.

Tatsächlich sind darüber, insbesondere über Nöte und Chancen der Bewältigung dieser Lebensaufgabe, haufenweise falsche Vorstellungen in Umlauf. Aber so viel weiß dann doch jeder auch nur halbwegs lebenstüchtige Zeitgenosse von der und über die Realität: dass man zum Leben Geld braucht und dass es im Wesentlichen zwei Wege gibt, sich welches zu beschaffen: Man verdient es bei einem Arbeitgeber, der an der Arbeit, zu der man bereit ist, ein Interesse und Geld dafür übrig hat; oder man hat, woher auch immer, genügend überschüssiges Geld, um es lohnend zu investieren, als Arbeitgeber in eine eigene Firma oder als Kredit für einen Zins- oder ähnlichen Ertrag. Allgemein bekannt und als Realität wahrgenommen ist dabei auch die Tatsache, dass sich regelmäßig entgegengesetzte Interessen auf dieselbe Geldsumme richten: Arbeitgeber und Arbeitnehmer konkurrieren um den Preis der zu bezahlenden Arbeit; in der Folge konkurrieren bisweilen Firmen um brauchbare Arbeitskräfte und ganz oft Arbeitnehmer um einen Job; die Minderheit, die von Zinseinkünften lebt, mischt dabei renditeorientiert auf Arbeitgeberseite mit. Das ist nicht immer schön; mit Streit um Korrekturen in entgegengesetzte Richtung machen die Interessenvertreter der konkurrierenden Parteien sich wechselseitig das Leben noch extra schwer; und dazu bieten sie ideologische Rechtfertigungen ihres Standpunkts auf, die nicht bloß die jeweilige Gegenseite verkehrt findet, sondern die interessiert falsch gestrickt sind. Aber worum es wirklich geht, das ist im Grunde allemal klar: Jede Seite kapriziert sich auf ihre Einkommensquelle, kämpft um deren Ertrag mit dem Druckmittel der Abhängigkeit der Gegenseite. So weit, so gut oder auch schlecht. Aber was ist daran verkehrt? Wo ist hier falsches Bewusstsein am Werk? Und das auch noch notwendig – mit was für einer Notwendigkeit denn?

Inwiefern falsch

Es ist keine besondere, jedenfalls keine besonders schwierige Einsicht, dass die Rechnung mit der eigenen Erwerbsquelle für die große Masse der Geldverdiener nicht wirklich aufgeht, und das nicht bloß zufällig. Mit ihrem Einkommen sind sie abhängig vom Arbeitskräftebedarf der Gegenseite. Schon um einen Arbeitsplatz, der ihnen überhaupt ein Entgelt einbringt, müssen sie in einen Vergleich eintreten, den ihr Arbeitgeber nach seinem Bedarf bestimmt und zwischen einer Mehrzahl von Bewerbern – oder per Streichung des Arbeitsplatzes gar nicht mehr anstellt. Denn dessen in Geld resp. Geldersparnis bemessener Nutzen ist für Arbeitsuchende und Angestellte Bedingung ihres Gelderwerbs. Dass der sich nicht am Bedarf des Arbeitnehmers bemisst, im Verhältnis zu dessen Lebensnotwendigkeiten prinzipiell knapp ausfällt – Ausnahmen von der Regel machen das auch nicht besser –, dass folglich die Sphäre der individuellen Freiheit durch den Zwang zu kritischem Sich-Einteilen ganz gut ausgefüllt ist, ist damit auch schon entschieden. Außer der Ableistung der bezahlten Arbeit ist daher immer wieder ein Kampf um bessere Arbeitsbedingungen, vor allem aber gegen deren schleichende oder offene Verschlechterung vonnöten – ein extra klarer Hinweis, dass von Arbeit als verfügbarer eigener Erwerbsquelle der Arbeitnehmer nicht die Rede sein kann. Ohne Zweifel haben die sich im Großen und Ganzen mit dieser Lage arrangiert; durchaus nicht bloß passiv, sondern mit einem mehr oder weniger zähen Bemühen, aus ihrer doppelten Konkurrenzsituation – gegen den Arbeitgeber und untereinander – das Beste zu machen. Das kommt allerdings schon dem Eingeständnis nahe, dass das, was sie als ihr ökonomisches Vermögen betätigen, das gar nicht ist. Aber was ist es dann?

Der Form nach, dem Kalkül beider Seiten zufolge, ist das Arbeitsentgelt eben das: Bezahlung der vereinbarungsgemäß geleisteten Arbeit. Aber was heißt da schon ‚Arbeit‘? Ihr ganzer Inhalt fällt in die Zuständigkeit des – nicht zufällig so genannten – Arbeitgebers; dessen Anforderungen hat der – folgerichtig so genannte – Arbeitnehmer zu erfüllen, sich dafür herzurichten und herzugeben. So wenig wie der wirkliche ökonomische Inhalt der Arbeit im Handwerk oder in den Kopf- und Nervenleistungen des Arbeitnehmers, so wenig besteht ihr wirkliches ökonomisches Ergebnis in ihrem materiellen Resultat, der produzierten Sache oder Dienstleistung; vielmehr darin, dass der Arbeitgeber es zu Geld macht, das ihm gehört. Und was heißt da schon ‚bezahlt‘? Der Zweck des Ganzen besteht in dem für den Arbeitgeber günstigen Verhältnis zwischen der Summe, die er für die Herstellung zahlt, und der, die er im Verkauf einnimmt. Seinem ökonomischen Zweck und wirklichen Inhalt nach ist das Arbeitsentgelt der Preis, den der Arbeitgeber zahlen muss, um frei über die Arbeit seiner Arbeitnehmer und über den Verkaufserlös vollständig zu verfügen. Die ökonomische Wahrheit der Erwerbsquelle Arbeit ist die Verfügungsmacht des Arbeitgebers über Arbeitskraft als Mittel der Geldvermehrung in seinen Händen. Die ändert zwar nichts daran, dass der Arbeitnehmer als freier Mensch über sich, i. e. seine Fähigkeiten und seine Lebenszeit verfügt und die seinem Arbeitgeber notgedrungen, aber berechnend gegen Geld zur Verfügung stellt. Und das ist Grund genug für das Selbstbewusstsein, dass doch er selbst, willentlich und bewusst, seine eigene Erwerbsquelle ist, was der gesellschaftliche Konsens – zwar mit ein paar einschränkenden Bedingungen, aber im Prinzip – als Selbstverständlichkeit bestätigt. Die Wahrheit ist es dennoch nicht: Ohne Arbeitgeber als Nutznießer findet Arbeit gar nicht statt – überflüssig zu sagen, dass das im ‚Öffentlichen Dienst‘ analog ebenso der Fall ist –; von sich aus, als irgendwie materiell nützliche Tätigkeit, ist sie ökonomisch nichts wert; zu Geld wird ihre Leistung nur als geldwertes Eigentum des Arbeitgebers, also nicht dessen, der sie geleistet hat. Falsch genug ist das Bewusstsein des Arbeitnehmers von seiner Arbeit also allemal; und eine individuelle Täuschung ist es auch nicht, vielmehr Allgemeingut und auch wissenschaftlich im Prinzip anerkannt. Aber deswegen auch schon notwendig? Und wenn: in welchem Sinn?

Für die andere Seite, die Arbeitgeber und geschäftlich engagierten Besitzer eines hinreichend großen Geldvermögens, geht die Rechnung mit ihrem Eigentum als Geldquelle im Prinzip ganz gut auf; Ausnahmen bestätigen die Regel. Gründe und Anlässe, das schöne Verhältnis kritisch zu hinterfragen, gibt es aber auch für sie mehr als genug. Denn mit ihrem Reichtum besitzen sie zwar eine Menge frei verwendbare Verfügungsmacht über alles Käufliche; und was wäre in der modernen Welt nicht für Geld zu haben. Mit dessen Anwendung als Geldquelle gehen sie aber unweigerlich Abhängigkeiten ein, die sie nicht selbst in der Hand haben: von Bedingungen der Einkaufs-, Verkaufs-, Kredit-, sogar der Arbeitsmärkte, auf denen sie, aber auch zahllose Konkurrenten tätig sind. Deswegen seufzen sie über die permanente Herausforderung, diese Bedingungen – immer wieder, täglich neu – in den Griff zu kriegen; sie bezahlen dafür, und zwar nicht schlecht, eigene Angestellte oder Beratungsfirmen, die ihrerseits von einer unsicheren Auftragslage und ihrer erst recht nicht sicher kalkulierbaren Erfolgsbilanz abhängig sind. Zu ihrer Unterstützung gibt es zwei komplexe Wissenschaften, BWL und VWL, die sich der Ermittlung und Erklärung einer unübersichtlichen Vielzahl bestimmender Einflussgrößen des allgemeinen wie des besonderen Wirtschaftsgeschehens und sogar der Quantifizierung deren Einflusses widmen; so wie die Naturwissenschaften, die objektive Determinationszusammenhänge und deren quantitativ erfassbare Ausgangsbedingungen erforschen, um daraus Technologien abzuleiten, mit denen sich diese Zusammenhänge für an die Natur herangetragene eigene Zwecke nutzbar machen lassen. So ähnlich, jedenfalls mit der gleichen Absicht erarbeiten Wirtschaftswissenschaftler und Beratungsinstitute Prognosen über zu erwartende Abläufe und Wirkungszusammenhänge und daraus ableitbare Rezepte für wirtschaftspolitische und Unternehmensentscheidungen, die sich durch maximale Praxisnähe auszeichnen wollen. Den Kapitalisten geben sie Tipps für ihre Konkurrenzkämpfe, die wie objektiv haltbare Richtlinien daherkommen, als solche aber schon deswegen nicht funktionieren können, weil sie stets an alle Konkurrenten gehen und auch denen zum Erfolg verhelfen wollen; bestenfalls systematisieren sie den berechnenden Menschenverstand der engagierten Geschäftemacher selbst. Politisch Verantwortliche versorgt die Schwesterdisziplin mit Vorhersagen, deren Realismus darin besteht, dass sie dauernd so „zeitnah“ wie möglich den Realitäten angepasst werden, die sich auf ihre eigene Weise, nicht zuletzt aber ausgerechnet dadurch prognosewidrig verändern, dass die mächtigen Macher des Geschehens sich an wissenschaftlich fundierte Empfehlungen halten wie an technische Rezepte. So liefern die einschlägigen Wissenschaften per Saldo einen speziellen Beleg für das ohnehin allgemein Bekannte, dass das Glück der Kapitalisten, der Arbeitgeber wie der Finanzleute, vom sinnreichen Einsatz ihres Vermögens gut leben zu können, von lauter Umständen abhängt, die einerseits wie vorgegebene, nach einer eigenen Sachlogik funktionierende Naturbedingungen wirken, andererseits keinen wirklichen Determinationszusammenhang erkennen lassen und sich deswegen einer Handhabung nach dem Vorbild einer auf Erkenntnis gegründeten Technologie widersetzen. Zugleich zeugt dieser ganze akademische, von klugen Think-Tanks ins Werk gesetzte Überbau von dem unverdrossenen Glauben, und zwar keineswegs bloß der professionellen Ideologen der Marktwirtschaft, dem Gebrauch großer Geldvermögen als profit- resp. zinsbringender Erwerbsquelle läge letztlich eine ausnutzbare Gesetzmäßigkeit, insofern eine praktische Vernunft zugrunde. Die Praktiker selbst, jedenfalls solange sie Erfolg haben, halten sich sowieso für die Meister der ökonomischen Selbstständigkeit, in der einsamen Spitze der kapitalistischen Hierarchie in selbstironischer Bescheidenheit für die „Master of the Universe“. Und wenn dann doch der Profit ausbleibt und die Portfolios schrumpfen statt wachsen und das berechnend weggegebene Geld einfach weg ist, beklagen die Betroffenen eine sachwidrige Störung, finden ihr Recht auf Erträge verletzt und beleidigt: genügend falsches Bewusstsein also auch bei der Elite. Und auch da weit mehr als ein soziokulturell verallgemeinerter Irrtum, der sich durch einen klaren Blick auf die wirklichen Verhältnisse korrigieren ließe. Aber auch hier: notwendig? Und wenn: inwiefern?

Inwiefern notwendig

Tatsache ist, dass Gelderwerb – der einen durch Einsatz ihres Geldvermögens, der anderen durch Verkauf von Arbeitsvermögen und Lebenszeit – das Lebensmittel der Menschen in der Welt der kapitalistischen Konkurrenz ist; nicht irrtümlicherweise, sondern ganz handfest praktisch. Arbeit resp. Geld ist ihr Mittel; für die einen, weil sie kein anderes haben, für die anderen, weil sie genug davon haben. Und nicht nur das: Indem sie ihren Lebensunterhalt so bestreiten, re-produzieren sie ihr Geld resp. sich selbst als ihre Erwerbsquelle und damit ihre Abhängigkeit von der Notwendigkeit – bzw. der Chance –, so ihr Geld zu verdienen. Tatsache ist ebenso: Indem die Menschen so handeln, erweist sich in ihrer Praxis, dass Geld und die Bemühungen um seinen Erwerb das zweckmäßig geschaffene und sinnreich reproduzierte Mittel ihres Lebensunterhalts nicht sind: Bezahlte Arbeit erweist sich regelmäßig als Quelle eines feststehenden, nur in seinem Ausmaß variablen Schadens, eines Opfers an Physis, Verstand und Lebenszeit; die freie Verwendung von Geld als Kapital verstrickt die glücklich Vermögenden in lauter nicht wirklich beherrschbare Sachzwänge. Zweck und Mittel widersprechen einander. Im berechnenden Umgang der Menschen mit der Natur, der eigenen wie der außermenschlichen, kommt so etwas laufend vor; aber solche Widersprüche haben ihren im Prinzip gut erkennbaren Grund in einem naturgesetzlichen Ursache-Wirkungszusammenhang, der dem damit verfolgten Zweck entweder noch nicht – hinreichend – gemäß gemacht worden oder gar nicht zu unterwerfen ist. Mit dem Geld und den Notwendigkeiten seines Erwerbs hingegen schaffen und reproduzieren die Menschen selbst ihr entscheidendes ökonomisches Überlebensmittel, das gleichwohl wirkt wie eine unbeherrschte Naturbedingung; ein Mittel, das ihre Berechnungen und ihr Handeln beherrscht, statt dass sie es beherrschen.

Der Widerspruch hat seinen Grund, seine Notwendigkeit nicht im falsch gepolten Nachdenken der Leute, sondern in der Sache, mit der sie sich herumschlagen: in der ökonomischen Natur des unverzichtbaren Lebensmittels, des gesellschaftlichen Reichtums, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit dem Gebrauch ihrer jeweiligen Erwerbsquelle produzieren. [1] Dieser Reichtum ist nämlich in widersprüchlicher Weise doppelt bestimmt. Hergestellt werden Dinge, die einen Gebrauchswert haben; davon lebt die Gesellschaft schließlich; das ist trivial. Ebenso selbstverständlich ist in der realen, der kapitalistisch produzierenden Gesellschaft, dass die nützlichen Produkte nicht nach ihrem Gebrauchswert, ihrem materiellen Nutzen als Reichtum zählen, sondern nach ihrem Preis, der trennend zwischen den Gebrauchswert und das damit zu befriedigende private oder öffentliche Bedürfnis tritt, bzw. als die Geldsumme, die dafür zu zahlen ist, also den Zugriff darauf – wie auf alle gleichwertigen Waren – gestattet. Was Grund und Inhalt dieser Gleichwertigkeit inkommensurabel unterschiedlicher Gebrauchswerte ist – einer Äquivalenz, die im Geld als eigener ökonomischer Gegenstand existiert –, müssen die ökonomisch handelnden Subjekte nicht wissen; sie gehen ihren Zwecken gemäß damit um; aber womit eigentlich? Die Antwort führt auf ein fundamentales Quidproquo: Gleich, untereinander kommensurabel sind die im Austausch aneinander gemessenen Erzeugnisse als eben das: als nützliche Produkte überhaupt, Elemente des gesellschaftlichen, i. e. in gesellschaftlicher Arbeitsteilung geschaffenen Reichtums, Ergebnisse der Arbeitsleistung der Gesellschaft. Ihre Äquivalenz beruht darauf und drückt aus, dass gleiche Bruchteile des gesellschaftlichen Arbeitsaufwands darin stecken; eines Aufwands, der nicht durch die unendliche Vielfalt inkommensurabel unterschiedlicher produktiver Teilarbeiten bestimmt ist, sondern unter Abstraktion davon allein durch das denen allen Gemeinsame, ihre Dauer. Die Ökonomie der Zeit, die die kapitalistische wie überhaupt jede Produktionsweise beherrscht, stellt sich hier in ihren Resultaten, nämlich in deren systematischem Austausch als Tauschwert dar: ein Quidproquo, das sich darin vollendet, dass die Äquivalenz der Zeiteinheiten der produktiv geleisteten Arbeit sich verselbständigt und vergegenständlicht, nämlich in einem Produkt existiert, dessen Gebrauchswert – am Ende nur noch – in eben dieser Funktion besteht, Quanta gesellschaftlich aufgewandter Arbeitszeit zu repräsentieren. Das ist der objektive, reale Widerspruch in der Natur des kapitalistisch produzierten Reichtums: Das Geld, um dessen Erwerb sich alles dreht, repräsentiert den gesellschaftlichen Arbeitsaufwand in der Weise, dass es ihn im ewigen Prozess des Kaufens und Verkaufens realisiert und zugleich nicht nur theoretisch unkenntlich macht, sondern praktisch jeder rationalen Planung entzieht. [2]

Das ist allerdings nur die negative Seite zu dem, was das Geld anstelle jeder bewussten Planung der gesellschaftlichen Arbeit leistet: Es ist deren eigentlicher Zweck. Nicht in dem trivialen Sinn, in dem es jedem vor Augen steht, nämlich als Mittel, um am produzierten Reichtum teilzuhaben. Als das allgemeine Äquivalent, in dem Kauf und Verkauf zusammenhängen, der Zusammenhang der gesellschaftlichen Arbeitsteilung sich also in irrationaler Weise realisiert, ist es unbedingte Bedingung und regelndes Prinzip der Produktion. Das macht sich in seinem Gebrauch als Verkaufserlös und Kaufmittel in der Weise geltend, dass es nicht wie die ge- und verkauften Gebrauchsgüter aus dem Handelsverkehr verschwindet, sondern im und durch den Gütertausch, den es vermittelt, erhalten bleibt. Es steht am Anfang und am Ende des Handels. Zur gesellschaftlichen Arbeit, deren Zusammenhang es herstellt, steht es im Verhältnis des Ausgangs- und des Zielpunkts, damit ihres objektiven, der Güterproduktion vorgegebenen Zwecks. Als deren Zweck ist das Geld nicht mehr nur das Mittel, das das Auf und Ab der Güterproduktion vermittelt: Über den Warenhandel nimmt es die Güterproduktion für sich in Dienst; nicht für seine bloße Reproduktion, sondern für sich als das Produkt, um das es eigentlich geht, als Inbegriff des gesellschaftlichen Reichtums; damit für den Zweck, der diesem Reichtum immanent ist: seine Vermehrung. Dieser Zweck, Bereicherung durch Geldvermehrung, ist durch das Geschäft mit gleichwertigen Waren und mit Geld als allgemeinem Äquivalent freilich gar nicht zu realisieren. Der Warenhandel, nach dem die herrschende Ökonomie „Marktwirtschaft“ heißt, verweist ausdrücklich zurück auf die in Dienst genommene gesellschaftliche Arbeit. Die kommt unter dem selbstzweckhaften Regime des Geldes doppelt vor: als käufliche Potenz, Tauschwert, also Geld zu produzieren, und als aktiv genutzte Geldquelle. Oder andersherum: als Quantum Arbeitszeit, die sich als Tauschwert darstellt, also Geld schafft, und als Quantum Arbeitskräfte, die für Lohn als Ware mit dem besonderen Gebrauchswert, Tauschwert zu schaffen, zu haben sind. Die ökonomische Wahrheit des Geldes ist somit seine Verfügungsmacht über die Quelle seiner Schöpfung, realisiert in seiner Selbstvermehrung, die von sich aus kein Maß und keine Schranke kennt. Als Kapital mit der einzigen Bestimmung Akkumulation ist es der von den Menschen selbst geschaffene, aber jedem subjektiven Kalkül wie eine undurchschaute Naturbedingung vorausgesetzte, zwingend vorgegebene Zweck der gesellschaftlichen Arbeit.

Inwiefern Bewusstsein

„Die Konkurrenz, um die immanenten Gesetze des Kapitals ihm als äußere Notwendigkeit aufzuzwingen, kehrt sie scheinbar alle um, verkehrt sie.“ (Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, MEW 42, S. 654)

Dieser Zweck hat seine Sachwalter in den Geldbesitzern, die ihr Eigentum als Kapital zum Mittel ihrer persönlichen Bereicherung machen. Dass es diese Art der Bereicherung gibt, sogar als Beruf, zu dessen Ausübung nicht mehr, aber auch nicht weniger nötig ist als viel Geld über den persönlichen Bedarf hinaus, liegt nicht an ihnen, nicht am Geschick, mit dem sie ihr Geld kapitalistisch einsetzen. Ihren Job gäbe es gar nicht, wäre das Regime des Geldes über die gesellschaftliche Arbeit nicht schon objektiv im Kaufmannswesen enthalten, das nichts als den Händewechsel fertiger Waren damit betrieben hat und betreibt. Von da aus braucht der Fortschritt zur Herrschaft über die Potenz der Arbeit zur Geldschöpfung nur noch die Umsetzung des großen Geldes in die Aneignung der gesellschaftlichen Produktionsmittel und auf der anderen Seite eine Mehrheit freier eigentumsloser Menschen, denen das Geld eben so gegenübertritt: als Preis der Verfügung über ihre Arbeitskraft und Lebenszeit. Zum Beruf des Lohnarbeiters braucht es wiederum nichts als die zum Kapital fortentwickelte Leistung des Geldes, die gesellschaftliche Arbeit als Warenwert zu repräsentieren und zugleich für seine Vermehrung zu funktionalisieren; auf Seiten der Betroffenen nichts weiter als die aus der Not der Eigentumslosigkeit entstehende Bereitschaft, sich so funktionalisieren zu lassen. Die einen wie die anderen, Lohnarbeiter wie Kapitalisten, sind nicht die wirklichen Subjekte der kapitalistischen Produktionsweise, auch wenn sie die de facto veranstalten – sonst macht es ja keiner –: Qua Profession machen die einen ihr Glück, reproduzieren die anderen ihren Dienst und ihren Schaden als – wie Marx es ausdrückt – Charaktermasken ihrer Funktion.

Aus den elementaren Bestimmungen des Geldes leitet Marx in den drei Bänden des „Kapital“ das gesamte System der Notwendigkeiten des Kapitalismus ab; immer einschließlich der in der jeweiligen Sache begründeten Verkehrung dieser Systemnotwendigkeiten in plausible Sachzwänge für das bewusste ökonomische Kalkulieren und Handeln der Mitglieder der gesellschaftlichen Klassen. Die Sache ist fertig mit dem Fazit, dass das System der Mehrwertproduktion den Menschen ihre Funktion darin – Kapital, Lohnarbeit, auch Grundbesitz – als ihre Erwerbsquelle zuweist, um deren Ertrag – Profit bzw. in reiner Form Zins, Lohn, Grundrente – sie unter- und gegeneinander konkurrieren; und dass der in zunehmender Masse reproduzierte gesellschaftliche Reichtum, der sich tatsächlich gemäß den Gesetzen seiner Entstehung auf diese Erwerbsquellen verteilt, als die Summe aus den je für sich erbrachten produktiven Leistungen der drei erwerbstätigen Klassen erscheint, die folglich bekommen, was sie beitragen. Die verkehrte praktische und theoretische Stellung der Mitglieder der Klassengesellschaft zum gesellschaftlichen Reichtum in seiner Geldform, mit dessen Widerspruch die Erklärung der Produktionsweise beginnt, ist deren notwendiger Endpunkt.[3] Mit ihrer Erklärung hat die Welt des Äquivalententauschs, in der und nach deren Regeln die Menschen sich mit ihrem Lebensunterhalt mit unterschiedlichem Erfolg herumschlagen, sich als System der Ausbeutung erwiesen; nach der Seite hin bleibt definitiv keine Frage offen. Dieselbe Gleichung andersherum gelesen: Die Ausbeutung der Arbeit – also derer, die sie machen – durch und für die Macht des Geldes gemäß seiner kapitalistischen Wahrheit ist nicht eine Sache absichtsvoller Unterdrückung, der systematischen Negation des Eigennutzes der Ausgebeuteten – wie etwa der Sklaven in der Entstehungsphase des US-Kapitalismus –, sondern – im fertigen US-Kapitalismus vorbildlich verwirklicht – dessen Funktionalisierung durch das den Arbeitskräften vorgegebene Mittel des freien Gelderwerbs.

Die Praxis: Die Welt der Konkurrenz

„Die Konkurrenz ist überhaupt die Weise, worin das Kapital seine Produktionsweise durchsetzt.“ (Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, MEW 42, S. 625)

Dieser Widerspruch des funktionalisierten Eigennutzes, funktionalisiert für den die Ökonomie beherrschenden Selbstzweck der Kapitalakkumulation, realisiert in der Konkurrenz um Erträge aus dem Gebrauch von Geld, Lohnarbeit oder auch Grundeigentum als Erwerbsmittel, ist ein eigener Gegenstand.[4] Dessen Prinzip ist einfach: In allen drei Fällen geht es darum, dass die Akteure sich mit aller Konsequenz affirmativ zu ihrer Revenuequelle als ihrem Besitzstand stellen und jede praktische Schwierigkeit, auf die sie unweigerlich stoßen, mit einer nächsten Errungenschaft ihrer einschlägigen Bemühungen beantworten – mit welcher, das bringen sie sich in ihrer Konkurrenz wechselseitig bei.

In dem Sinne fängt für die Leute mit genügend Geld ihr Job als Kapitalisten damit an – die Rede ist hier nicht von Stereotypen, sondern von der Logik einer Karriere als Charaktermaske der nur an sich selbst Maß nehmenden Geldvermehrung –, dass sie ihr Geld ausgeben, damit es vermehrt zu ihnen zurückkehrt; das permanent und so oft wie möglich, also in einem auf Geschwindigkeit optimierten Kreislauf des Kaufens und Verkaufens. Soweit sie die Wertdifferenz zwischen Vorschuss und Rückfluss mit einem Produktionsprozess unter ihrer Regie, als Arbeitgeber, bewerkstelligen, gehen sie davon aus, dass die Produktivkraft der zu bezahlenden Arbeit, gerade was den zu erzielenden Überschuss betrifft, auf den Märkten zu kaufen, gegen Geld zu entwickeln, also auf jeden Fall und sowieso Leistung ihres Vorschusses auf den erwarteten Ertrag, folglich ganz und gar ihre Sache ist. Ihre Bemühungen um kontinuierliche und möglichst gute Erträge gelten, was die ihnen gehörende Firma betrifft, vor allem der Verkürzung der Produktionszeit, was die Belegschaft zu leisten hat. Für die Dauer von Einkauf und Verkauf, den Aufenthalt ihres Vermögens außerhalb ihres Betriebs und ihres Zugriffs, gilt dasselbe. Das allein ist schon Grund genug, dass Waren- und Geldhändler als besondere Kapitalisten-Spezies – für beide altehrwürdige Berufe gibt es im fertigen Kapitalismus ein ganz neues weites Betätigungsfeld – ihnen die Zeit verkürzen, bis sie erneut liquide sind und aktiv werden können; speziell die alte Errungenschaft des kommerziellen Kredits leistet da gute Dienste. Dabei steht von Anfang an fest: In ihrer Konkurrenz um Güter und Preise wird praktisch offenkundig, dass das Marktgeschehen ein Kampfplatz gegensätzlicher Interessen ist, auf dem die in Preisen bezifferte Trennung des Bedarfs von seinem Artikel und die im Geld vergegenständlichte private Zugriffsmacht ihren Gewaltcharakter offenbaren. Friedlicher Umgang mit den verfügbaren Erwerbsquellen braucht die Kontrolle durch eine übergeordnete allgemeine Gewalt. Zur Konkurrenz der Kapitalisten gehört damit als eigener erklärungsbedürftiger Gegenstand der Staat als Recht setzender und durchsetzender Gewaltmonopolist, der sich in der Folge in immer mehr Hinsichten für das Gelingen dieser Konkurrenz haftbar machen lässt. Das geht bis dahin, dass die politische Herrschaft als notwendige Bedingung der Produktivkraft des nationalen Kapitalismus und des Zusammenwirkens der gesellschaftlichen Klassen sich selbst und die Durchsetzung ihres Gewaltmonopols auch nach außen als übergeordneten politischen Zweck geltend macht. Die Eskalation der Konkurrenz der Kapitalisten in wechselseitig kritischer Symbiose mit der Politik endet mit der Erschließung und Funktionalisierung der Welt durch den Imperialismus der mächtigsten Staaten für den globalen Erfolg ihrer Kapitalisten, für maßloses Wirtschaftswachstum, für die Weltgeltung ihres besonderen nationalen Geldes und, als Geschäftsgrundlage, für die Dominanz ihrer Waffen.

Für die große Masse der Menschen ohne Geld schlägt der Widerspruch des für den Selbstzweck der Kapitalakkumulation funktionalisierten Eigennutzes in der Weise zu, dass sie überhaupt einen Unternehmer finden müssen, der an ihnen als brauchbarer Arbeitskraft interessiert ist. Das Angebot, das sie dazu von sich aus machen können, besteht in Abstrichen von dem Zweck, für den sie arbeiten gehen: nichts anderes, als was die Erfahrung lehrt. Die Schlüsse, die Marx daraus gezogen hat, lehren darüber hinaus, dass diese Paradoxie zur Räson der Produktionsweise gehört, innerhalb der Welt des Kapitals also nicht abzuschaffen ist. Was den Betroffenen – außer der Revolutionierung dieser Welt – da übrig bleibt, ist der Entschluss, aus ihrer Abhängigkeit und programmierten Armut das Bestmögliche zu machen. Der führt konsequent, komplementär zur Räson der Konkurrenz der Kapitalisten mit ihren immanent notwendigen Eskalationsstufen, in die Karriere der Lohnarbeiterexistenz hinein. Der Kampf um die Lösung des Widerspruchs zwischen Zweck und Mittel hebt ihn auf die nächste Stufe: erst längere Arbeit, also mehr Verzicht auf freie Lebenszeit, dann größere Anstrengung, also mehr Verschleiß für mehr Geldmittel, die die vermehrte Verausgabung nicht kompensieren. In jedem Fall kein guter Tausch, den der lohnabhängige Mensch zudem nicht einmal selbst in der Hand hat. Selbst dafür ist er auf Angebote der Arbeitgeberseite angewiesen, die ihrer Natur nach die freundliche Seite optimierter Inanspruchnahme sind. Zur konsequenten Fortschreibung dieser Widersprüche gehört der Übergang zu kollektivem Fordern und kollektiver Gegenwehr, an dem sich schon die Geister scheiden, weil er erstens selber Geld und Aufwand kostet und zweitens dem Standpunkt der Konkurrenz widerspricht, der ebenso zur Logik aktiv wahrgenommener Lohnabhängigkeit dazugehört und deswegen auch unter gleichermaßen Geschädigten kein Charakterfehler ist, sondern Merkmal ihres Daseins als Charaktermaske. Die Solidarität unter Betroffenen reproduziert in der Welt der Lohnabhängigkeit den Schaden, gegen den gemeinsam angekämpft wird, in der Weise, dass eine gewerkschaftliche Vertretung mit ihrer Einflussnahme auf die Modalitäten des Geldverdienens seine Fortsetzung einschließlich der Notwendigkeit immer neuer kollektiver Korrekturbemühungen affirmiert und organisieren hilft. Auch in diesem Kontinuum der Widersprüche spielt die Staatsgewalt immerzu entscheidend mit: ermächtigend und beschränkend und immer im Sinne der zweckmäßigen Funktionalisierung des lohnabhängigen Eigennutzes. Dass das Recht samt sozialstaatlicher Fürsorge die Menschen auf diesen Widerspruch ihrer Erwerbsquelle festlegt, erscheint sachgemäß verkehrt als Schutz; was auch in dem Fall keine bloße Täuschung ist, sondern Konsequenz der notwendig verkehrten Herangehensweise der Arbeitnehmer an ihren Job. Das falsche Bewusstsein dazu enthält, nicht ganz so notwendig, immerzu enttäuschte moralische Rechtsansprüche und irgendeine Variante von patriotischem Verantwortungsgefühl. Am Ende entspricht dem fordernden Imperialismus der Kapitalisten und ihrer politischen Betreuer auf Seiten der kopfstarken Manövriermasse der Status und der Standpunkt des politisierten Volkes.

[1] Marx’ Diagnose und Erklärung des notwendig falschen Bewusstseins der Bewohner der modernen Welt – programmatisch angekündigt z.B. in der bekannten und besonders gern missinterpretierten Sentenz vom „gesellschaftlichen Sein“, das „das Bewusstsein“ „bestimmt“ – ist keine Theorie des Bewusstseins, schon gar keine Erkenntnistheorie; sie meint keine halbe oder ganze Determination von Denken, Wahrnehmung und Wollen durch soziale Umstände oder psychologische Faktoren. Marx erklärt die irrationale Ökonomie des Geldes, die den Menschen einen Umgang mit dem Geld und ihren Erwerbsquellen vorgibt, praktisch aufnötigt, zu dem die wirkliche Räson der kapitalistischen Produktionsweise zugleich in Widerspruch steht. Zur Verdeutlichung folgen ein paar Hinweise auf die ersten grundlegenden Argumente dieser Erklärung, die im Original – Band 1 des „Kapital“ – gut nachzuvollziehen ist.

[2] Hierzu auch der Artikel „Der Wert“ aus GegenStandpunkt 2-10.

[3] In Marx’ Ableitung der 7. Abschnitt im 3. Band des „Kapital“.

[4] Dessen Erklärung hat Marx im Anschluss an seine „Kritik der politischen Ökonomie“ vorgesehen, aber nicht mehr geschafft. Den Versuch einer aktuellen Einlösung der Grundzüge dieses Projekts haben wir in Form einer Ableitung der „Konkurrenz der Kapitalisten“ in 5 Kapiteln vorläufig abgeschlossen. Eine parallele Erklärung des „Begriffs der Lohnarbeit“ ist im Entstehen. Die folgenden Hinweise sollen verdeutlichen, was Marxisten im Anschluss an „Das Kapital“ zu erklären bleibt: die fatale Logik der Praxis der „Charaktermasken“ der kapitalistischen Produktionsweise.